Archiv nach Kategorie "Aliena"

Piratenrezept

Veröffentlicht in Aliena, Kochrezepte am 18. August 2008 von asgardill

Piratin Aliena entpuppte sich heute als Feinschmeckerin mit Biss, vor allem, was die kulinarische Verwertung von Menschenfleisch anbelangt. Allen Vorbehalten zum Trotz ist der Verzehr von Menschenfleisch eine gute Möglichkeit, nicht verkaufte Sklaven zu entsorgen, auf langen Schiffsreisen für das Überleben der Führungsgruppe zu sorgen und nicht zuletzt um die bedrohte Tierwelt zu schützen. Die Piratin empfahl mir als Spezialität des Monats saftige „Rennangolaner“, deren Fleisch von Adrenalin durchsetzt sei und so besonders anregend wirke, wenn man es vorsichtig bei 50 Grad im Herd gare.

Dieses Bild zeigt das Angebot bei der letzten Frischfleischauktion in Pirates’ Keep, wo sich Aliena letztlich für die Nummer 4 entschied und so die ganze Piratenhorde ein schmackhaftes Mahl erhielt. Aus Hirn und Leber hatte sie Klößchen für eine schmackhafte Consommé gezaubert, der Haifisch auf Piratenbett nutzte das zarte Rückenfleisch, den Hauptgang bildeten gegrillte und scharf gewürzte Schlegel und das weiche Rückenmark kredenzte sie als Halbgefrorenes mit süßen Früchten, das natürlich mit Piratenrum flambiert aufgetragen wurde.

Da könnte selbst ein Magier schwach werden. Guten Appetit!

Zehn Herzen

Veröffentlicht in Aliena, Merkwürdiges am 15. August 2008 von asgardill

Zehn süße Frauenherzen
wollte gern ich frei’n.
Die zehnte, die ist ausgeflippt,
da waren’s nur noch neun.

Neun süße Fraunherzen
hab’n Rollenspiel gemacht.
Die neunte, die blamierte sich,
da war’n es nur noch acht.

Aliena Amica

Veröffentlicht in Aliena, Erfreuliches am 28. Juli 2008 von asgardill

Ein Wesen ganz besonderer Art ist Lady Aliena, eine Amazone, aber keine von Geburt. Nach dem Tod ihrer Eltern verschleppt, wurde sie von Amazonen aufgezogen und hat deren Lebensweise und Kampfgeist übernommen. Unsere erste Begegnung verlief in gebührendem Respekt; dass sie andeutete, Amazonen würden mitunter Männer fangen, um sie zur Zucht einzusetzen, versetzte mir einen nicht gelinden Schrecken, und ich beschloss durchaus, mich von diesem verdrießlichen Völkchen lieber etwas fernzuhalten.

Gestern sah ich sie wieder, und dabei entpuppte sie sich nicht nur als äußerst unterhaltsam, sondern auch als furchtlos, kooperativ, gebildet und als auf diese leichte Art eine gewisse Nähe suchend, dass es einem warm ums Herz werden mochte. Gemeinsam bewunderten wir eine anmutige Nixe, widerstanden den betörenden Verlockungen der Vampire – waren es wirklich welche? – und stellten uns dem größten Feind der Menschheit entgegen, dem Teufel höchstpersönlich. Dieser war mit seiner Tochter, der wiedergeborenen Hespera, dem Orkus entsprungen und verbreitete Angst und Schrecken. Zum Glück konnte ich ihn mit meinen härtesten Zaubern ein wenig bändigen, dies reizte ihn aber auch aufs Äußerste, so dass er kräftig dagegen hielt. Mit ihm ist wahrlich nicht zu spaßen, und nur, dass ich ihm bedeutete, er solle sein Lebenswerk nicht dadurch aufhalten, dass er sich elend lang mit einem armseligen Magier beschäftigte, hielt ihn davon ab, mir noch mehr zuzusetzen. Er trollte sich und trieb sein Unwesen offensichtlich andernorts weiter.

Zurückbleibend mit der attraktiven Lady Aliena wurde ich mir ihrer äußeren wie inneren Reize vollends bewusst. Ihren makellosen, mit feinem Zedernöl verwöhnten Körper bedeckte – jedenfalls in den notwendigen Partien – ein Kampfgewand aus dunklem Stoffe, der dem Körper schmeichelte, aber behände Bewegungen nicht verhinderte. Auf der Vorderseite hat der Schneider deutlich an Stoff gespart, so dass ihre wohlgeformten Brüste lustvoll zu erkennen sind und ihre schlanke Taille den begehrlichen Blick jedes Mannes anzieht, welcher atemlos ihren dunklen Teint von oben nach unten zu bewundern vermag, um dann kurz vor jener Stelle zu enden, wo der sagenumwobene Hügel der Venus dann doch mit etwas Stoff verhüllt ist. Ihre neugierigen Augen blicken aus einem kühnen, jedoch freundlichen Gesicht, das von langem seidigen Haar umschmeichelt wird, deren nachtschwarze Farbe aufs Lieblichste mit dem dunklen Gewande harmoniert. Sie trägt eine besondere Waffe, einen ausziehbaren Speer, den sie offensichtlich geschickt einzusetzen weiß. Diesen wird sie wohl benötigen, um sich die vielen Männer, die ihr eifrig nachblicken, angemessen vom begehrenswerten Leibe zu halten.

Lady Aliena schien meinen in zahllosen Kämpfen mit bösen Zwergen gestählten Körper auch ein wenig zu bewundern, so dass wir beide – angesichts unserer unkeuschen Gedanken – Buße zu tun beschlossen, ich durch eine Wallfahrt, sie durch den Kauf von Ablassbriefen zur Finanzierung des Kölner Doms. Da jene Kathedrale die Zuwendungen der Gläubigen gut gebrauchen kann, begann ich listig darüber nachzusinnen, ob ich jener holden Amazone nicht tunlichst öfters Gelegenheit geben sollte, Unkeusches zu denken oder zu tun, um ihr so erneut Anlass zu Ablasskäufen zu geben, natürlich dies alles nur ad maiorem dei gloriam.