Archiv nach Kategorie "Erfreuliches"

Magus Merlin

Veröffentlicht in Die Magier, Erfreuliches am 10. November 2008 von asgardill

Endlich gelang es. Es war längst überfällig. Peinlich lange hatte es gedauert. Zuerst war Bärtram verschwunden und mit ihm die Akten über die neuen Schüler. Dann dauerte es, bis sich der Magierrat vernünftig konstituierte. Dann ging es um die Zeremonie, dann um eine mögliche Berufskleidung, schließlich um einen angemessenen Ort und immer wieder um die Zeit. Ständig tauchten neue Hürden auf, aber am langwierigsten war, Auskunft zu erhalten von all den angeblichen Schülern, ob sie wohl noch bereit wären, in den Rat aufgenommen zu werden. Gestern, für den 10. November, war sie dann endgültig geplant: die Aufnahme des hervorragenden Zöglings Merlin in den Rat der Magier. Und wieder verdüsterte sich der Himmel, als wollten die Gewalten der Hölle diesen strahlenden Nachfahren des großen Merlin nicht als richtigen Magier sehen: ein großes Gemetzel war angekündigt und nicht sicher war, ob es die Teilnehmer schaffen würden, unbehelligt zum Ort der Zeremonie zu gelangen, oder ob man erst Leichenteile hätte beseitigen müssen.

Aber ein gütiges Schicksal gewährte uns einen günstigen Augenblick: Merlin benötigte die offizielle Zulassung zur Gilde, um das von ihm begehrte Lustschloss, räusper, ähm, ein bescheidenes Häuschen erwerben zu können, und da schon etwas Volk zusammengekommen war, entschloss ich mich, sofort die nötigen Weihen zu vollziehen. Auf luftiger Zinne über allen Dingen schwebend, ward Merlin, das vielversprechende Talent, in die Zunft aufgenommen und mit Kaffee und Zauberstab ausgestattet, selbst eine bequeme Couch schaffte Delphi herbei, die großartige Baumeisterin. Ein Prosit auf den mächtigen Sproß des Merlingeschlechts erklang, Champagner wurde geschlürft, vor Rührung befiel manche Teilnehmerinnen ein Taumel der Glückseligkeit, was bei der Höhenlage fast zu Unfällen geführt hätte.

Merlin wird Magier

Merlin wird Magier

Nun hat der Magierrat ein neues Mitglied, was auch dringend nötig wurde, da am selben Abend noch Lady Biggi ihren Abschied einreichte, wegen anderer Aufgaben in anderen Zeiten und Ländern. Klein ist die Zahl der Magier geworden, aber von besonderer Kraft und Ausstrahlung, wie mir scheint, und so gilt es, unseren Platz neu zu erringen unter den Gruppen derer, die Carima bevölkern und voranbringen wollen.

Dem neuen Magier gilt unser herzlicher Glückwunsch! Möge sein Schaffen segensreich sein, möge er Wunden heilen und Tränen trocknen, möge er Dämonen vernichten und Engel herbeirufen. Möge er sich Ruhm erwerben, dass jede Frau und jeder Mann voll Hochachtung sprechen: Das ist der mächtige Magus Merlin, Meister der Magie und Mittler zwischen den Welten!

Verlobung

Veröffentlicht in Erfreuliches am 25. Oktober 2008 von asgardill

Wieder ein freudiges Ereignis auf Carima. So viele Paare finden sich, es ist wirklich schön anzusehen. Am 25. Oktober kündigten Lady Sharmila und Lord Boromir ihre Hochzeit an und feierten ihre Verlobung mit einem Maskenball.

Verlobung

Verlobung

Das Paar war ebenfalls maskiert und sah sehr edel aus. Sie begrüßten alle Gäste, die auch zahlreich erschienen waren, und wünschten ihnen viel Vergnügen und hatten wohl selber viel Freude an dem Abend, zumal die Königin höchstselbst ihnen ihre Lieblingslieder spielte.

Übrigens war die Königin kaum wiederzuerkennen. Sie wirkte diesmal ganz besonders frisch und jugendlich und war eine richtige Augenweide.

Die Königin

Die Königin

Man beachte die grazile Queen of Sheba-Maske von Night Sky, die die Königin trug und die auch in RL erhältlich ist (siehe diesen Link). Auch die Fürstin Jil war wunderbar anzusehen in ihrem goldenen Kleid.

Fürstin Jil

Fürstin Jil

Unter den tanzenden Paaren waren bereits wieder Stimmen zu hören, die von Verlobungen und Hochzeiten sprachen. Offensichtlich wird es noch mehr solche Feiern geben, und Carima wird noch zum Hochzeitsparadies werden. Vielleicht sollte ich meine Zugehörigkeit zum Ordo Sancti Dominici nicht länger verbergen, dann könnte ich die Trauungen auch selbst vollziehen, sofern der Segen der Sancta Ecclesia Catholica gewünscht wird.

Das Kind

Veröffentlicht in Die Magier, Emily, Erfreuliches am 18. Oktober 2008 von asgardill

Seit einiger Zeit verfüge ich über eine Zauberkugel, mit der man einiges machen kann, unter anderem in die Zukunft blicken. Die hat mich eine Stange Geld gekostet, und der Zukunftsblick auch, weil ich schließlich die Luxusausführung mit einer Vorhersagezeit von bis zu einem Jahr haben wollte. Nun, nach ein bisschen Spielerei habe ich die Kugel kaum mehr verwendet. Es war zunächst ganz lustig zu sehen, was am nächsten Tag alles passieren würde, aber am nächsten Tag war mir dann schrecklich langweilig, weil ich ja alles schon wusste. Also guckt man noch einen Tag weiter oder gar eine ganze Woche und langweilt sich nur noch mehr, weil man ja alles zweimal erlebt. Also habe ich sie Kugel irgendwann in die Ecke gestellt und nicht mehr beachtet.

Jetzt bot sich aber mal eine gute Gelegenheit, sie wieder hervorzuholen. Anlass war die Schwangerschaft von Emily und gewisse Beobachtungen, die ich zur Vaterschaft gemacht zu haben glaubte. Diese wollte ich untermauern und deshalb guckte ich doch einmal in die Kugel. Natürlich hatte ich vergessen, bei den Zeitdämonen die Lizenzgebühren zu zahlen, und die Kugel ließ sich erst gar nicht in Betrieb setzen, aber das ließ sich regeln und es klappte schließlich doch.

Die Betriebsanleitung war in ganz gutem Latein abgefasst und es lag sogar noch ein schwedisches Adjustierholz dabei, was man bei den neuen Ausführungen schon einspart. Nach einiger Zeit bekam ich sogar ein scharfes Bild und konzentrierte mich also auf Emily und ihre Schwangerschaft. Zuerst sah ich ihren Bauch immer größer werden und dann war auch schon die Geburt in Windeseile vorbei. Die Geschwindigkeit des Zeitzooms ließ sich nicht optimal einstellen. Nun, egal, ich hielt irgendwo im ersten Lebensjahr des Knaben an und versuchte sein Gesicht zu sehen. Hier ist das Resultat.

Ganz offensichtlich sieht das Kind nicht unbedingt wie der angebliche Vater André aus. Es erhärtete sich sogar ein bestimmer Verdacht, der mich so grässlich berührte, dass ich das Gerät sofort ausschaltete und fluchtartig meine Stube verließ, um durch eine tüchtige Wanderung wieder klare Gedanken fassen zu können. Das ärgerte mich hinterher, weil die gierigen Zeitdämonen die Benutzung des Zeitstroms im Stundentakt abrechnen und ich noch leicht 30 Minuten Zeit gehabt hätte, die Entwicklung des Goldpreises zu verfolgen oder das Ergebnis des nächsten Ritterturniers zu erkunden, um entsprechende Wetten abzuschließen.

Aber zunächst galt meine einzige Sorge der Mutter und dem Kind, und wie der angebliche Vater wohl … ich mag gar nicht weiter daran denken, liebes Tagebuch, ich mache lieber Schluss mit diesem Eintrag.

Schwangerschaft

Veröffentlicht in Emily, Erfreuliches am 18. Oktober 2008 von asgardill

Mit den Schwangerschaften ist es so eine Sache. Sie kommen verhofft oder unverhofft, verlaufen oft mit Pein für die werdende Mutter und enden dann unter großen Schmerzen, aber auch mit großer Freude für die Eltern. Nun weiß man heutzutage, in unseren Zeiten, ja relativ wenig über die Schwangerschaften, und besonders wenig über diejenige von Piratinnen, die zeitlebens einem guten Schluck Rum nie abgeneigt waren.

Nun hat uns unser werter Freund Galileo Galilei aber ein besonderes Fernrohr vermacht, das mit etwas Magie nicht in die Ferne, sondern in die Tiefe zu sehen erlaubt, und zwar just in die Tiefe des Mutterleibes einer derzeit schwangeren Piratin. Obgleich solche Dinge naturgemäß sehr schamhaft und vertraulich zu behandeln sind, muss des Fortschrittes der Wissenschaft wegen diese neue Technik angewandt werden. Meine Beobachtungen habe ich im Folgenden notiert, vielleicht um sie einst der Ehrwürdigen Akademie der Wissenschaften zu Paris vorzustellen.

Erste Beobachtung: Der noch ungeschwängerte Mutterleib der Piratin zeigt sich in folgendem Bild in seltsamer Ausformung und zeugt von einem gewissen Laster, den man als Alkoholabusus durchaus richtig bezeichnen mag.

Nun, zu der Zeit, zu der die Frau empfänglich zu werden pflegt, bildet sich auch bei der Piratin eine fruchtbare Heimstatt aus, wohl bereit, die Gabe des Mannes zu empfangen. Unsere Aufnahme mag trügen, aber bei öfterem Hinsehen scheint das, was man wohl gern als Ei bezeichnet, die Gestalt eines Bootes aufzuweisen, vielleicht sogar einer Arche, besonders passend zur Arterhaltung also.

Die folgende Aufnahme wurde nun in einem recht heiklen Moment gemacht, nämlich unmittelbar nach dem sehr ergiebigen – und wie ich verschämt hinzufügen muss: äußerst leidenschaftlichen – Coitus der späteren Mutter mit dem späteren Vater, in dessen Verlauf der Mann seinen Teil zur Befruchtung beitrug. Man sieht hier die Gabe des Mannes auf dem Weg zum aufnehmendem Ei bzw. Boot.

In Folge der Ereignisse nistet sich nun die männliche Gabe in dem Boot ein. Bereits wenige Tage später sieht man, wie das Boot zu schrumpfen beginnt, weil sämtliche Nährstoffe in die Ausbildung des noch sehr kleinen Fötus investiert werden.

In wenigen Tagen durchläuft dieser Fötus einen erheblichen Gestaltwandel, viele Organe und sämtliche Gliedmaßen bilden sich aus, und kurz vor der Geburt haben wir den folgenden Zustand erreicht.

Wir harren nun also der Geburt des jungen Piraten, denn dass es ein Junge werden wird, konnte man mit unserem Tiefenfernrohr bereits deutlich erkennen. Wenn nun die Druidinnen oder Heilerinnen nichts falsch machen, werden wir bald ein strammes Baby auf Carima begrüßen dürfen. Die pränatalen Einflüsse der alkoholgeschwängerten Umgebung werden aber sicher auch den Werdegang dieses Erdenbürgers prägen, wenngleich eine gewisse Abhärtung dem Alkohol gegenüber kein Schaden sein dürfte.

Den werdenden Eltern gilt unsere Anteilnahme, der Wissenschaft unser Streben, und dem Herrn sei gedankt dafür, wie wundersam er doch die Fortpflanzung eingerichtet hat, zumal sie mit nicht unerheblicher Lust vollzogen wird. Im Übrigen haben wir bei unseren Forschungsarbeiten durchaus feststellen können, wer der eigentliche Vater dieses kleinen Wesens ist, aber diese Enthüllung wäre derzeit wohl sehr unschicklich …

Wohltuend

Veröffentlicht in Erfreuliches am 1. September 2008 von asgardill

Carima ist eine Wohltat für viele. Um Carima weiter zu verbreiten, wird sie jetzt in handlichen Packungen vertrieben. Sehr passend für alle, die auch offline die entspannende Wirkung von Carima nicht missen wollen.

Der Hersteller schreibt fast wörtlich: Carima Sun versorgt die Frau mit Feuchtigkeit, Lipiden, Vitamin- und Mineralstoffen. Als wichtigster Wirkstoff kommt hochwertiges Aloe Vera zur Anwendung. Dieses übt einen günstigen Einfluss auf entzündliche Prozesse aus, verbessert die Wundheilung, hat einen befeuchtenden und weichmachenden Effekt und besitzt eine UV-Strahlen abschirmende Wirkung.

Befeuchtend – weichmachend? Wer da mal nichts Hübsches dabei denkt!

Für Expertinnen empfehlen wir Carima pur. Dazu schreibt der Hersteller: Carima pure wurde speziell für die Frau ab 30 entwickelt. Sorgfältig ausgewählte Wirk- und Pflegestoffe führen ihr Feuchtigkeit, Lipide, Vitamin- und Mineralstoffe zu: Mildes Mandelöl glättet und sorgt für ein einzigartig weiches Hautgefühl. Mangobutter regeneriert und repariert die Hautzellen. Rosenblütenwasser erfrischt und gibt ausreichend Feuchtigkeit. Carima pure wirkt vorzeitiger Alterung entgegen und unterstützt so den eigenen natürlichen Teint.

Wie man sieht, ist Carima ein Jungbrunnen, gerade für die Frau in den besten Jahren. Deshalb empfehlen auch Magier Carima, besonders zur Unterstützung ihrer eigenen magischen Praktiken, die sie beständig anwenden, um ihrer Klientel das Jungsein zu erhalten.

Reisebericht

Veröffentlicht in Auftrag, Erfreuliches am 31. August 2008 von asgardill

XXX Augusti MMVIII

Gestern von Reise nach Italien zurückgekehrt. Dem Provinzoberen von Siena sollte ich auf Geheiß des Heiligen Vaters Bericht erstatten. Dieser war aber an meinen Beobachtungen nicht sonderlich interessiert, so dass ich ausgiebig Zeit hatte, die Heiligtümer der Gegend zu besuchen. Eine gewisse Antonella machte mir den Hof, aber dies erinnerte mich nur aufs Heftigste an die liebe Gefährtin, die ich leider für einige Tage auf Carima zurücklassen musste.

Dom von Siena

Der Hohe Dom zu Siena

Der Dom von Siena ist immer einen Besuch wert, und in der Libreria Piccolomini liegen die neuesten Messgesänge aus, die ein kleiner Mönch auf Wunsch für die Sangesunkundigen anstimmt. Hier delektierte ich mich aufs Vortrefflichste, zumal der kleine Mönch gegen einen kleinen Obulus auch die Tonlage nach Belieben wechselte.

Auf dem Rückweg machte ich noch einen Abstecher nach Arezzo, da mir der Weg nach Montepulciano zu weit war und dessen berühmter vino nobile auch in Arezzo kredenzt wird. Abends vergnügte ich mich mit einem Künstler namens Piero della Francesca, der durch einen großen Malauftrag in der Kirche des Heiligen Franziskus etliche Taler verdient hatte und beim Wein durchaus freigebig war. Einmal war unsere Zeche allerdings so umfangreich, dass er ernstlich böse wurde und mich als Rache in eines seiner neu gemalten Bilder mitten in der Kirche hineinmalte, wie ich Wein und Schinken von mir gebend – allerdings aus der dafür eigentlich nicht vorgesehenen Körperöffnung – im Schlachtengetümmel einen gar elendiglichen Eindruck machte. Schon begann es sich in Arezzo herumzusprechen, wer diese neue Gestalt auf Pieros Bildern sei, dass ich in meiner Not nicht anders konnte, als mich nachts aus dem Bild wieder herauszukratzen.

Pieros Untat und meine Schandtat

Dadurch blieb – deutlich auf dem Bild zu sehen – ein hässlicher leerer Fleck zurück, was mir wirklich sehr leid tat, aber Piero hatte schließlich mit den Bosheiten angefangen.

Auf der langen Heimfahrt las ich mich an den Legenden des Jacob von Voragine fest, der wirklich gut schreiben kann und immenses Wissen angehäuft hat. Ziemlich druckfrisch hatte ich den umfangreichen Band von meinen Confratres zum Abschied geschenkt bekommen, wohl auch deshalb, weil ich auf Pieros Kosten einige Fässer Wein diskret in meine Herberge hatte schaffen lassen und sie dort meinen Brüdern in Christo überließ.

Legenden des Jacob von Voragine

Legenden des Jacob von Voragine

So kam ich wohl unterhalten und durchaus erholt wieder auf Carima an, um mich erneut den Scharmützeln und Händeln der Bewohner auszusetzen und dabei insgeheim doch nur meinen Auftrag zu verfolgen …

Ach Du mein Italien, Land der Liebe und der Sonne, Du wirst in meinem Herzen bleiben, bis wir uns wiedersehen.

Cortona in der Abendsonne

Cortona in der Abendsonne

Sonniger Süden

Veröffentlicht in Erfreuliches am 20. August 2008 von asgardill

Auch ein Magier muss mal entspannen, Kräfte und neue Ideen sammeln und in Ruhe in alten Spruchsammlungen blättern. Also begibt sich der Schreiber eine  Woche lang nach Italien, in das Land der Sonne und der Muse, der Pasta und des Vino, um daselbst den Genüssen des echten Lebens zu huldigen. Pläne reifen schon jetzt für die Bekämpfung der Vampire und all der schmutzigen Brut, die der Teufel mitbringt und an sich zieht. Ideen werden wach, teuflischer als der Teufel selbst, und Rachegelüste bahnen sich einen Weg durch das Gestrüpp der moralischen Bedenken, die sich bei genügend Alkohol durchaus vorübergehend außer Gefecht setzen lassen.

Fern der Heimat genießt der Magier den weiten Blick über die Hügel der Toskana, nicht ohne Sehnsucht an liebe Menschen auf Carima zu denken, zuallererst an seine Gefährtin, aber auch an Heilerinnen und Hexen, Händlerinnen und Bibliothekarinnen, Künstlerinnen und Piratinnen, die er alle irgendwie in sein Herz geschlossen hat. Ihnen allen gelten sein Gruß und seine Gedanken.

Stadtrat gewählt

Veröffentlicht in Erfreuliches, Stadtrat, Tini am 15. August 2008 von asgardill

XV Augustii MMVIII

In jenen Tagen erließ Königin Linde den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Wahllisten einzutragen.  Dies geschah zum ersten Mal; damals war Julia Fürstin von Carima. Da ging jeder zum Turnierplatz, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Asgardill von Triellion von Sealand hinauf nach Carima zu dem Ort, der Wahllokal heißt; denn er war von Haus und Geschlecht aus durchaus wählbar. Er wollte sich eintragen lassen zusammen mit Idun, seiner Rabin, die gesegneten Appetites war.

Als sie dort waren, kam für Asgardill die Zeit der Niederschrift, und er gebar einen Werbetext und wickelte ihn in eine Notecard, weil auf der Wahlliste noch Platz für ihn war.

In jener Gegend dösten Ritter auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei den Vampiren. Da trat der Engel der Königin – war es Tini? – zu ihnen und der Glanz ihrer Majestät umstrahlte sie. Der Engel aber sagte zu ihnen: „Fürchtet Euch nicht, denn ich verkünde Euch eine große Freude, die allem Volk zuteil werden soll: Heute ist Euch Tanzwilligen der Retter geboren, welcher ist Asgardill, der seltsame Herr. Und das soll Euch zum Zeichen dienen: Ihr werdet einen Tanzball finden, der Euch in Schwindel verwickelt und wo Ihr die Krise kriegt.“

Und plötzlich erklang bei dem Engel ein großes himmlisches „Mehr!“ Und alle lobten Asgardill und sprachen: „Verherrlicht sei die Königin, und auf Erden ist Friede bei den Bürgern ihrer Gnade.“

Und Ja: Der neue Stadtrat ist gewählt: Tini, die Heilerin, als erste Stadträtin; sodann folgt Asgardill, der Magier; die Stichwahl entschied Amira, die Künstlerin, für sich. Als Richter wurde Vegoth Munro eingesetzt. Welche Folgen dies alles hat? Wir werden sehen und berichten.

Wundersamer Tag

Veröffentlicht in Emily, Erfreuliches am 13. August 2008 von asgardill

XIII Augustii MMVIII

Gestern war ein Tag voller wundersamer Eindrücke und vielfältiger Erfahrungen auf Carima. Den frühen Abend verbrachte ich mit meiner Holden auf Baustellen, in phantastischen Welten zwischen Tanz und Traum, in einem romantischen Boot und im neckischen Gespräch mit gar frechem Weibsvolk auf High Valley. Wenn das Leben schön ist, dann auf solche Weise.

Es ging schon auf Mitternacht zu, als ich dem Marktplatz von Carima noch einen Besuch abstattete, vor allem, um mich über die jüngsten Ereignisse vom Kampf der Ritter gegen die Vampire zu informieren. Die tapferen Sirs Acheron und Con waren zugegen, ferner die liebreizenden Ladies Trisha, Emily und Dominique. Auch ein eher unscheinbarer junger Mann war einige Zeit zugegen, verschwand aber wieder, ehe ich mich vorstellen konnte.

Offensichtlich dauern die Kämpfe an. Die Vampire arbeiten mit verschlagenen Listen, locken die Ritter in einen Hinterhalt und holen sich so Opfer um Opfer. Leider sind die Vampire nur schwer erkennbar, sie wirken im Alltag recht normal, vielleicht ein wenig verführerischer als andere Frauenzimmer. Der Vorschlag von Sir Acheron, Vampire daran zu erkennen, dass sie zu anderen besonders freundlich seien und mit einem gern allein sein wollten, schien mir für eine eindeutige Diagnose nicht besonders gut geeignet. Ich denke da an verschiedene Fräuleins auf Carima, die recht freundlich sind …. nein, die können nicht alle Vampire sein!

Das Gespräch entwickelte sich weiter, Sir Acheron turtelte mit Lady Trisha (sehr verständlich!), Sir Con fand Gefallen an Lady Emily (sehr begreiflich!), und mir fiel ein, dass ich der geheimnisvollen Lady Dominique früher schon einen Tanz versprochen hatte. Was lag näher als den Marktplatz in einen Tanzsaal zu verwandeln, und Zauberkunst machte es möglich, dass alsbald drei Paare das Tanzbein schwangen. Wäre das nicht eine friedliche Zukunft für Carima: Hexen, Ritter, Magier und Vampire im Tanz vereint? An diesem Abend jedenfalls herrschte Frieden, und freundliche Worte flogen hin und her.

Lady Dominique entpuppte sich als rätselhaft, möglicherweise hat das „Dom“ in ihrem Namen eine Bedeutung, sie sprach von vielen Reisen, und dass sie in Carima ihr Zuhause gefunden habe, ohne aber einen Beruf, eine Aufgabe oder einen Gemahl angeben zu können, jedenfalls zog ich nachts eher beunruhigt als entspannt nach Hause, und hielt mich lieber an die netten Erlebnisse des frühen Abends, in deren angenehmer Erinnerung ich in einen wohligen Schlaf sank.

Emily

Veröffentlicht in Emily, Erfreuliches am 9. August 2008 von asgardill

Viel durchzustehen haben die Fische im Rhein und dennoch bleiben sie froh und munter. Das trifft auch für viele Bewohnerinnen des Rheinufers zu, unter denen besonders die lustige Emily herausragt. Sie rühmt sich ihres Chaotentums, hat aber alles im Griff, kann unbeschwert lachen und ist doch ernsthaft um das Wohl der ihr Anvertrauten besorgt, das sie mit Weisheit und profundem Wissen hegt und pflegt. Das Schicksal hat es nicht immer gut mit ihr gemeint, aber mit dem ihr eigenen Elan, ihrer Tatkraft und ihrem Optimismus hat sie noch jede Herausforderung gemeistert.

Emily im Ballsaal

Emily im Ballsaal

Die letzte Herausforderung wartete gestern abend auf sie, als ein unbeholfener Jemand sie zum Tanze lud, der sich ständig in ihrem wunderschönen Kleid verfing und sie gar oft zum Stolpern brachte. Mit Humor und klugen Gesprächen lenkte sie über manches Missgeschick hinweg und blieb bis zum Schluss tadellos in Form und appetitlich im Aussehen. Dabei ist sie – Männer, hört her! – hochanständig und tugendsam und scheint selbst netten Komplimenten zu misstrauen. Da war mein Pulver schnell verschossen.

Ein kleines Geheimnis umgibt sie auf Carima, und irgendwie schienen mir ihre Zähne, die sie allerdings wohlweislich selten zeigte, ein wenig spitz zu sein. Nun, das sollte den Abend nicht trüben, und ich delektierte mich an ihrer angenehmen Gegenwart. Ein Fischgericht widme ich ihr noch zum Andenken.

Die hübsche Emily

Die hübsche Emily